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SÜDTYROL : Landestagwahl
SVP und Union für Südtirolwarnen vor Angriffen
auf Autonomie
Südtiroler Parteien mobilisieren Wähler Wenige Tage vor der
Landtagswahl in Südtirol versuchen die Parteien verstärkt, die Bevölkerung zu
mobilisieren. Sowohl die Südtiroler Volkspartei (SVP) als auch die Union für
Südtirol riefen dazu auf, am kommenden Sonntag zur Wahl zu gehen.
Dienstag, 21.10.03
12:06 MET "Es steht viel
auf dem Spiel" "Es steht viel auf dem Spiel, und wer nicht wählen geht,
überlässt die Entscheidung anderen", sagte SVP-Obmann Siegfried Brugger. Er wies
darauf hin, wie wichtige es sei, "wenn wir in Rom für eine breite Südtiroler
Mehrheit sprechen können". Gleich mehrere Vertreter der Regierung und der
Mehrheit hätten zuletzt keine Gelegenheit ausgelassen, um Grundsäulen der
Autonomie in Frage zu stellen, meinte Brugger. Autonomie in Frage So habe der stellvertretende
Ministerpräsident Gianfranco Fini den Proporz als überholt bezeichnet. Die
"Nummer zwei und drei" von Alleanza Nazionale (AN), Ignazio La Russa und
Gianfranco Anedda, hätten einen Gesetzentwurf zur Abschaffung der
Vier-Jahres-Ansässigkeitsklausel eingebracht. Als weiteres Beispiel nannte er
Regionenminister Enrico La Loggia, der den deutschen Namen SVP für inakzeptabel
halte und ihn nach Gutdünken übersetze.
Geschlossenheit in Südtirol "Es gibt genügend
Hinweise dafür, dass diese Regierung ganz zentrale Säulen der Autonomie
einseitig abschaffen will", warnte Brugger. Er warf der italienischen Regierung
Provokation und ganz bewusstes Schüren von ethnischen Spannungen vor.
"Gerade in diesen Zeiten brauchen wir mehr denn je Geschlossenheit in
Südtirol, um nach außen so wehrhaft wie bisher zu sein, um unsere deutsche und
ladinische Identität wahren und die Autonomie verteidigen zu können und sie
weiterhin zum Wohle Südtirols zu verwalten". "Wählen" Der Landtagsabgeordnete der Union für
Südtirol, Andreas Pöder, forderte alle Wähler auf, die "Bewegung" in die Politik
bringen wollten, zur Wahl zu gehen und seine Partei zu wählen. Es sei unnötig,
die SVP-Mehrheit noch weiter zu stärken oder die Vorzugsstimmenanzahl von
Landeshauptmann Luis Durnwalder (SVP) auszubauen, meinte Pöder. "Dies würde
nichts bewirken, die Fehler würden fortgesetzt".
Signal an Rom Rom würde das ansonsten
dahingehend verstehen, dass man mit Südtirol weiterhin so verfahren könne wie
bisher. Andererseits würde es weder in der Familienpolitik, noch in der Frage
der Steuern, der Bürokratie, der Geldverschwendung und beim Landschaftsschutz
eine Änderung im Sinne der Bürger geben.
Auch die
Mitbestimmungs-Möglichkeiten der Bevölkerung und die Kontrolle der Macht würden
sich bei einer Stärkung der SVP nicht vergrößern, sondern eher verkleinern. Nach
Ansicht Pöders würde Rom nur dann ein Warn-Signal verstehen, wenn die Union als
"patriotische" Südtiroler Bewegung gestärkt werde.
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